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Friedrichshainer Chronik

Juni 2009

Die Menschen | Einzelkämpfer. Der Tauchsportler »Kutte« Schettlinger

Friedrichshainer Chronik
Pünktlich ist er, überpünktlich. »Man muß sich doch aufeinander verlassen können«, sagt Kurt Schettlinger und räumt den restlichen Müll weg, der sich wieder angesammelt hat. Vorher hatte er schon die kleine Hecke verschnitten und neue Blumen hingestellt. Schließlich ist der 8. Mai, der Tag der Befreiung vom Faschis­mus, erst ein paar Tage vorbei, und der unscheinbare Ehrenhain auf dem alten RAW-Gelände an der Revaler Straße soll wieder würdig aussehen. Fotos: Robert Máté Genau (...)    Go

Die Straßen | Marchlewskistraße

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Von nordwestlicher in südlicher Richtung verlief hier bis 1868 ein Teil der Berliner Stadtmauer. Links und rechts der Palisade gab es Verbindungswege, die vom damaligen Frank­fur­ter Tor zum Stralauer Tor an der Oberbaumbrücke führten. Daher auch die Breite, die so charakteristisch ist für die Marchlewskistraße, die unmittelbar hinter der Karl-Marx-Allee beginnt und am anderen Ende in die Warschauer Straße mündet. Unverkennbar zudem eine gewis­se Zwei­teilung der schnurgeraden (...)    Go

Das Gespräch | Hühnergott statt Ballermann

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Rund 250 Kilometer liegen zwischen Ostsee und Warschauer Straße. Eine Distanz, die Dr. Bernd Kuntze mehrmals im Jahr mühelos überwindet. Die Friedrichshainer Chronik sprach mit dem Geschäftsführer der Tourismus- und Kur GmbH Graal-Müritz in einer Strandbar an der Spree zwischen Oberbaum- und Jan­no­­witzbrücke. Sonnenschein, Strandkorb, Wasser … Was treibt einen Tourismusmanager von der Waterkant an das Friedrichshainer Ufer der Spree, ausgerechnet in dieser warmen Jahreszeit? (...)    Go

Die Momente | Die Momente

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Verkehrserziehung Die Radfahrerin wartet an der Ampel am Frankfurter Tor. Dort steht eine Frau mit Kind an der Hand. Ein Mann stolziert bei Rot über die Straße. Brüllt die Frau hinterher: »Danke für dit Vorbild … du Arsch!« Einen guten Kilometer weiter, an der Kreuzung Frankfurter Allee/Gürtelstraße. Die Ampel stadtauswärts ist rot – für Geradeausfahrer. Linksabbieger jedoch haben Grün. Eine etwa 60jährige, adrette, weißhaarige Frau geht auf die Fahrbahn. Sie hat Glück, denn bevor (...)    Go

Die Geschäfte | Süße Sünde

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Manchmal muß man einen kleinen Umweg nehmen. Beispielsweise über die winzige Karibikinsel Dominica sowie Paris und Brüssel und etwa so wie Gerald und Angela Berger. Die beiden hatten nämlich vor ungefähr zwei Jahren auf dem Inselchen Urlaub gemacht, wo sie sich zwischen Hochseeangeln und Schnorcheln im türkisfarbenen Wasser in einem kleinen Hotel vom Chef und Koch des Hauses kulinarisch verwöhnen ließen. Der war Belgier und zauberte mit tropischen Früchten, Kakao und Schokolade (...)    Go

Das Trinken | Pils, Pins und der Papst

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»Niemand nennt mich Lebowski. Ihr habt den falschen, ich bin der Dude, Mann! Dein Name ist Lebowski, Lebowski. Und deine Frau heißt Bunny. Meine Frau … meine Frau … Bunny? Siehst du hier irgendwo einen Ehering an meinem Finger? Sieht die bekackte Wohnung aus als wäre ich verheiratet? Der Toilettensitz ist hochgeklappt!« Der Toilettensitz war in der Tat hochgeklappt, und den obigen Dialog vernahm ich wortwörtlich. O-Töne aus dem Kultfilm The Big Lebowski als unterhaltsame (...)    Go

Das Essen | Alter Käse

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Es herrscht ein lebhaftes Kommen und Gehen in der Niederbarnimstraße, auch die Gastro-Szene ist geprägt von Wandel und Veränderung. Vielleicht ist diese ständige Metamorphose ein wichtiger Grund dafür, daß sich die kleine Straße so angenehm unterscheidet von der Amüsiermeile in ihrer südlichen Verlängerung. Zwischen Ureinwohnern wie der Bohea-Teehandlung, dem Kino INTIMES und der Kiezblume muß also ein Neuankömmling nicht unbedingt überraschen, auch wenn er sich Metamorfosia nennt. (...)    Go

Die Orte | Dichters Kneipe und Studentenbude

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Viele Jahre stand das Eckhaus leer. Lange Zeit räkelten sich Alice und andere Werbe-Ikonen lasziv auf riesigen Plastikplanen, die die marode Fassade an der Ecke Marchlewski-/Warschauer Straße verdeckten. Aber nun wird seit Monaten eifrig gebaut und umgebaut, in Kürze soll hier ein neues Hotel eröffnen. Genau 101 Jahre später, nachdem das Haus fertiggestellt wurde. Ein Bau wie so viele in Friedrichshain, die der Zweite Weltkrieg gezeichnet hatte: Dach und Zwischenwände durch (...)    Go

Die Literatur | Wilhelm Voigt: Wie ich Hauptmann von Köpenick wurde

Da so auch auf Arbeit in Tilsit nicht zu rechnen war, beschloß ich zunächst, noch einmal Potsdam aufzusuchen. Und weil ich mein Geld nicht ganz aufbrauchen wollte, entschloß ich mich zu der verhältnismäßig niedrigsten und schwersten Arbeit: Ich habe damals in Potsdam Kohlen abgetragen. Ich glaube, auch dadurch habe ich bewiesen, daß ich keineswegs zu den arbeitsscheuen Leuten gehöre. Leider waren meine körperlichen Kräfte den Anstrengungen nicht gewachsen. Mein Rücken war (...)    Go

Mandy Meier | Challenge und Outsourcing

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Es qualmte und stank erbärmlich. Bereits als Mandy die Wohnungstür aufgeschlossen hatte, merkte sie, daß ihr Göttergatte in der Küche hantierte. In der Tat stand Dieter vorm Kochherd, im verschwitzten Feinrippunterhemd und verbeulter brau­ner NVA-Trainingshose, sozialistisches Liedgut auf den Lippen und eine Flasche von Günther Jauchs Regenwald-Bier in Reichweite. Anstatt liebevoll zu begrüßen, stellte Mandy ihn sofort zur Rede, warum er so die Luft verpeste. Dieter guckte, als (...)    Go

Die Blickpunkte | Die Blickpunkte

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Thomas Heubner fotografierte in der Niederbarnim-, Warschauer und in der Gärtnerstraße.    Go
pfeilback   
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