Friedrichshainer Chronik Friedrichshainer Chronik Friedrichshainer Chronik Friedrichshainer Chronik Friedrichshainer Chronik Friedrichshainer Chronik Friedrichshainer Chronik Friedrichshainer Chronik Friedrichshainer Chronik

Friedrichshainer Chronik

Dezember 2008

Die Menschen | Mach mit, mach’s nach, mach’s besser! Der Kinderfernsehstar Gerhard »Adi« Adolph

Friedrichshainer Chronik
Er war bekannt, ja berühmt. Er war ein Superstar. Wie Pittiplatsch und Schnatterinchen, Herr Fuchs und Frau Elster, Professor Flimmrich, Meister Nadelöhr und das Sandmännchen oder Frank Schöbel und Täve Schur. Er war Fernsehliebling, vor allem für die Kinder in der DDR, für mindestens zwei Generationen, fast 30 Jahre lang. Aber auch im Westen kannten und verehrten sie ihn, vor allem in den »Zonenrandgebieten« von Lüneburg bis Hof, in denen man das Fernsehen »von drüben« empfangen (...)    Go

Die Straßen | Scharnweberstraße

Taxifahrer haben es nicht leicht in Berlin. Beispielsweise wenn ein Tourist am Flughafen Schö­ne­feld darum bittet, in die Scharnweberstraße gebracht zu werden. Dann hat der Kutscher die Qual der Wahl, sein Gefährt nach Mitte zu lenken oder nach Pankow. Oder nach Reinickendorf, Friedrichshagen – oder eben nach Friedrichshain. Dort überall existiert näm­lich eine solche Straße gleichen Namens. Die Scharn­we­ber­straße in unserem stolzen Stadtbezirk gibt es seit 1893, zumindest wurde (...)    Go

Die Reportage | Ehrlich leben. Altwerden auf der Halbinsel

Friedrichshainer Chronik
Manchmal steht sie schon frühmorgens um Sechs auf der Schwelle, unangemeldet. Dann kontrolliert sie, ob in den Speiseräumen die Tische zum Frühstück gedeckt oder ob die Flure und Treppen sauber gewischt sind. Sie schaut auch in den Wohnbereichen nach dem rechten, prüft, ob das Pflegepersonal sein Tagewerk begonnen hat, erkundigt sich bei kranken oder neu eingezogenen Bewohnern nach deren Wohlbefinden. Als Heimleiterin des Seniorenzentrums Haus an der Spree auf der Stralauer (...)    Go

Die Geschäfte | Heiße Nadeln oder: Worte auf den Weg

Friedrichshainer Chronik
Es kann schon mal vorkommen, daß am Boxhagener Platz mit heißer Nadel gearbeitet wird. Bei einer ellenlangen Naht etwa, wenn mehrere Lagen des derben Segeltuchs übereinander liegen. Dann steigen manchmal kleine Qualmwölkchen auf, weil die Nadel glüht, dann könnte auch der Faden schmelzen und die Naht würde Pfusch. Aber Hannes Gebien kennt seine Adler-Nähmaschine ganz genau, die zwar keine Nadelkühlung mittels kalter Druckluft, dafür aber schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel (...)    Go

Das Trinken | Vornehmer Abgang

Friedrichshainer Chronik
Weinproben hatte sie schon miterlebt, Bierproben auch. Aber einer Whisky-Probe stand meine treuherzige Begleiterin äußerst skeptisch gegenüber. Nur mit Mühe konnte ich sie davon überzeugen, daß es sich dabei mit­nichten um ein gemeines Besäufnis handeln würde, sondern um ein unvergeßliches Kulturerlebnis. »Sei kein Frosch!« sagte ich einfach und zog mit ihr in die Sonntagstraße. Eine Turnhalle links liegen lassend, gegenüber der zu Luxuswohnungen umgebauten Max-Kreuziger-Schule, (...)    Go

Das Essen | Erzengels Gegendarstellung

Friedrichshainer Chronik
Wie beim Volleyballspiel am Netz blockte unser langer Defensivmann gleich ab. Noch bevor er Platz genommen hatte, meckerte er über das auserwählte Restaurant. Er habe nämlich vorher gegoogelt und nur miese Kritiken gelesen über das Essen hier an der Kreuzung Wühlisch-, Simplon- und Gabriel-Max-Straße. Einige Gourmets würden sogar dem alten Inder nachtrauern, der bis vor kurzem noch an dieser Ecke residierte. Mit der Gelassenheit des Mannschaftskassenwarts winkte ich ab und (...)    Go

Die Orte | Operette, Hip-Hop und Tatütata

Friedrichshainer Chronik
Als Hans-Christian Ströbele sich vor der letzten Bundestagswahl wieder um ein Direktmandat quälte, kam er auf eine Wahlkampfveranstaltung in der Marchlewskistraße fast eine halbe Stunde zu spät. Der Vorzeige-Grüne hatte schlicht den Ort verwechselt und war zuerst in der Alten Feuerwache in der Kreuzberger Lindenstraße gelandet. Dabei hätte es der Politprofi besser wissen können – oder zumindest sein gutbezahlter persönlicher Referent –, daß es im Fusionsbezirk mehr als eine alte (...)    Go

Die Literatur | John Stave: Der Karpfen Ottokar

»Halt, Mensch! Tiefer runter – soooo. Nu’n Haken schlagen, richtig. Jetzt schnell nach links, ja – jut!« Der dicke Mann vor dem Fenster des HO-Fischgeschäfts in der Frankfurter Allee wischte sich den Schweiß von der Stirn. Er war zusehends erleichtert. Jetzt winkte er mit dem Taschentuch, machte »didudududududu«, und all sein Gebaren galt augenscheinlich diesem großen Karpfen, der das Schaufensterbecken mit seinen weniger stattlichen Artgenossen teilte. Jetzt zog er ruhig seine (...)    Go

Mandy Meier | Die Gefahr des Galgens

Friedrichshainer Chronik
Am Welternährungstag hatte Mandys Mann noch ein stolzes Sümmchen seines üppigen Hartz-IV-Einkommens für die UN-Hungerhilfe gespendet. Aber nur zwei Wochen später war er bankrott und wollte sich das Leben nehmen. Genau am Weltspartag, weit nach Mitternacht, hatte er sich per Handy von seiner Frau verabschiedet und angekündigt, gleich in die Spree zu hüpfen. Mandy hörte im Hintergrund U-Bahn-Geräusche, wußte sofort Bescheid und rannte los, um ihn zu retten. Keine zehn Minuten später (...)    Go

Die Blickpunkte | Die Blickpunkte

Friedrichshainer Chronik
Thomas Heubner fotografierte zwischen Ostbahnhof und Warschauer Brücke.    Go
pfeilback   
© Friedrichshainer Chronik - Text und Bild sind durch Copyright geschützt.
Sitemap