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Friedrichshainer Chronik
Die Historie
Mai 2010 | Ausgangspunkt Chaos Dokumente von der Stunde Null
Friedrichshain war am 23. April 1945 größtenteils von der Naziherrschaft befreit, nur an einigen Stellen wie an den Hochbunkern im Volkspark setzte die SS bis zum 2. Mai den Kampf fort. Von den damals 20 Berliner Stadtbezirken hatte Friedrichshain nach Mitte den zweigrößten Zerstörungsgrad aufzuweisen. Fast ein Drittel der Gebäude hatte Totalschaden, ein Fünftel war schwer beschädigt, die Hälfte der Wohnungen zerstört. Von rund 200 Ärzten vor dem Krieg praktizierten noch 15, von (...) März 2009 | Misthaufen, Rebstöcke und Maulbeerhecken. Aus der Geschichte des Barnim-Kiezes
Im nordwestlichen Zipfel des Bezirks, direkt am Volkspark Friedrichshain, liegt der Barnim-Kiez. Seinen Namen erhielt er vom Barnim oder der Barnimplatte, wie die Geologen sagen. Eine typische Grundmoränenlandschaft zwischen Oder, mittlerer Spree und Havel, die aus der letzten Eiszeit zurückblieb. Verwaltungsmäßig wurde dieses Gebiet schon im 15. Jahrhundert in Ober- und Unterbarnim geteilt. Der Kreis Niederbarnim reichte bis an die Stadtgrenze von Berlin. Es war wohl ein (...) September 2008 | Kaninchen und Kohlenstaub
Bevor die Helmerdingstraße bebaut wurde, blühten hier auf großen Feldern Tulpen und Hyazinthen, die einem Herrn Sonntag und einem Herrn Wühlisch gehörten. Im Jahre 1800 parzellierte Herr Sonntag seine Felder in Kleingärten für Berliner Bürger. Erst 1935 erhielt die Straße fünf Wohnhäuser, die alle auf Pfählen erstellt wurden, weil das Gelände sehr sumpfig war.
Als wir vor vierzig Jahren in eines der beiden noch vorhandenen Häuser zogen – die anderen waren im Zweiten Weltkrieg (...) Dezember 2007 | Ein Friedrichshainer Original
Mit Vergnügen las ich die November-Chronik. Zum einen wegen der Erinnerung an Erich Schmitt, mit dem ich viele frohe – und auch feuchte – Stunden verbrachte, und zum anderen, weil das gelungene Schmitt-Porträt von Achim Dittrich stammte, der sich als »Cobra« einen Namen gemacht hatte und mich dem mich eine lange Freundschaft verband. Er gehörte zusammen mit Kurt Belicke, der später als Filmautor (Lord vom Alexanderplatz) Karriere machte, zum ND-Lokalredaktionsteam, dem ich (...) September 2007 | Frühjahrsputz und Altstoffsammlung. Aus der Chronik einer Hausgemeinschaft
Anfang der 70er Jahre wurde das Wohngebiet hinter dem Ostbahnhof völlig umgestaltet. Die noch vorhandenen Altbauten wurden weggesprengt, ganze Straßenzüge entstanden neu, in die Neubauten zogen 22.000 Berliner. Zu den ersten Mietern, die das Haus Straße der Pariser Kommune Nr. 17 im Dezember 1971 bezogen, gehörten Marianne Leupolt und ihre Familie, die hier bis 1995 wohnte. Über viele Jahre führte die Hausgemeinschaft eine Art Tagebuch, eine Chronik, aus der wir Auszüge (...) März 2007 | Stahl, Schrott und Schmiere. Erinnerungen an das RAW (Teil II)
Das einstige Reichsbahnausbesserungswerk »Franz Stenzer« an der Revaler Straße wurde 1867 als Königliche Eisenbahnwerkstatt Berlin II gegründet und zählte einst über 1000 Mitarbeiter. Es faszinierte den Fotografen Michael Harms (www.kunst-raum.de) so stark, daß er mit einem öffentlichen Aufruf Zeitzeugen suchte, Motto: »Erinnern was war«. Viele, die hier gelernt und gearbeitet hatten, meldeten sich und gaben ihm Auskunft. Wir veröffentlichen exklusiv Auszüge aus den (...) Februar 2007 | Wie der Stahl gehärtet wurde. Erinnerungen an das RAW
Das einstige Reichsbahnausbesserungswerk »Franz Stenzer« an der Revaler Straße wurde 1867 als Königliche Eisenbahnwerkstatt Berlin II gegründet und zählte einst über 1000 Mitarbeiter. Es faszinierte den Fotografen Michael Harms (www.kunst-raum.de) so stark, daß er mit einem öffentlichen Aufruf Zeitzeugen suchte, Motto: »Erinnern was war«. Viele, die hier gelernt und gearbeitet hatten, meldeten sich und gaben ihm Auskunft. Wir veröffentlichen exklusiv Auszüge aus den (...) November 2006 | Stresemanns Penne und Zitterbackes Vaters
Strenge Sitten herrschten damals: »Jeder Schüler hat sich pünktlich zum Beginn des Unterrichts einzufinden, darf aber jedenfalls nicht früher als zehn Minuten vor voll im Vorhof des Schulgebäudes erscheinen. Nach Schluß des Unterrichts hat er ohne Verzug den Heimweg anzutreten. Der Aufenthalt vor dem Schulgebäude ist verboten. Auf dem Schulwege hat er dieselbe ruhige und anständige Haltung zu beobachten, welche in der Schule verlangt wird.« Nachzulesen in der Schulordnung von (...) Februar 2006 | Der Stolz einer Hundertjährigen
Zufrieden deutet Dr. Erhard Priemer auf seine Trophäen, für die der Platz auf dem Wohnzimmertisch kaum ausreicht: Fotos, Dokumente, Bücher, Materialien aller Art – darunter auch ein altes schwarzes Turnhemd mit dem Aufdruck der damaligen schuleigenen Sportgruppe. Seit Monaten durchstöbert der ehemalige Händelschüler alle nur erdenklichen Orte, recherchiert, schreibt, verwirft. Die Georg-Friedrich-Händel-Oberschule, heute in der Frankfurter Allee 6a, wird hundert Jahre alt. Seit (...) |

















